Wednesday, May 27, 2009
Diabetiker werden immer jünger
Die große Mehrheit (mehr als 90 %) aller Diabetiker leiden unter Typ II Diabetes. Im Unterschied zum Typ I ist dieser nicht genetisch bedingt, sondern tritt im wesentlichen durch falsches Ernährungsverhalten auf.
Erschreckend ist, dass das Alter der Typ II Diabetiker immer jünger wird. Dies zeigt sich auch in den Untersuchungen über die erkrankten Diabetiker. Die Ursache für die wachsende Bedrohung durch Diabetes ist einfach zu erkennen: die Menschen sind zu dick. Dies gilt insbesondere auch für die Kinder und Jugendlichen, wo in der westlichen zivilisierten Welt schon mehr als jedes fünfte Kind zu dick ist.
Damit ist ein dramatischer Anstieg der Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorprogrammiert. Denn selten sterben die Diabetiker an den direkten Folgen (es gibt schließlich effektive Behandlungen dagegen), sondern an den Folgen. Der Herzinfarkt ist praktisch vorprogrammiert.
Schon heute haben zwischen 10 und 20 % der Bevölkerung Diabetes, allerdings wissen nicht alle davon. Experten befürchten, dass diese Zahl in den nächsten Jahren dramatisch ansteigen könnte.
Erforderlich ist eine konsequente und gut überdachte Umstellung der Ernährung um dem vorzubeugen. Und dies gilt insbesondere für die Kinder. Süße Sachen, Kuchen, alles - es gibt genug Versuchungen, die Eltern ihren Kindern zu gerne erfüllen, auf lange Sicht geben sie mit diesem Verhalten ihren Kindern eine große Gefahr auf den Weg des Lebens. Hilfe ist notfalls durch professionelle Berater einzuholen.
Allerdings ist dieser Aufwand nur bei anschließender konsequenter Durchführung der Beratungsergebnisse hilfreich.
Saturday, May 9, 2009
Glykogen, Insulin und Abnehmen
Wer bei einer Diät die Aufnahme der Kalorienzahl vermindert, kann zu Beginn schnell abnehmen. Allerdings ist dieser Prozess limitiert, weil man die Kalorienaufnahme nicht für den Rest des Lebens beschränken kann. Stattdessen ist es wichtig zu lernen, die tägliche Ernährung sowie die entsprechende körperliche Bewegung darauf auszurichten, den Zuckerstoffwechsel und die hormonellen Funktionen in ein sinnvolles normales Gleichgewicht zu bringen.
In der Tat hat der Prozess des Abnehmens nur teilweise etwas mit festem Willen zu tun, sondern auch eine ganze Menge mit der Kenntnis über die Ernährung. Wer weiß was er wann und warum ist, braucht sich nicht zu viele Sorgen um sein Essen zu machen.
Ein zentraler Punkt ist immer der Kohlenhydrat-stoffwechsel. Vielfach wird empfohlen, eine Reduzierung der Kohlenhydrate vorzunehmen. Relativ ungesunde Nährmittel wie Pasta, Weizenmehl, Brot und Teigwaren werden als Beispiele herangezogen. Allerdings sind auch die vermeintlich so gesunden Produkte wie Salate, Gemüse und Früchte als Kohlenhydrate zu betrachten. Kohlenhydrate sind nichts anderes als verbundene Zucker, die in Form von Polymeren vorliegen.
Trotzdem gibt es einen erheblichen Unterschied zwischen purem Zucker und dem Kohlenhydraten im Gemüse und anderen frischen Lebensmitteln. Dies hängt mit dem Stoffwechsel zusammen, und wie die Kohlenhydrate in Energie umgewandelt werden.
Nahrungsmittel mit viel schnell freisetzbaren Kohlenhydraten führen zu einem Anstieg des Blutzuckers, was wiederum bewirkt das die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin in den Blutkreislauf schickt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel.
Der Körper speichert Kohlenhydrate die nicht sofort gebraucht werden in der Form von Glykogen in Körperteilen wie der Leber und die Muskeln. Das Glykogen in den Muskeln wird für die Muskeltätigkeit benötigt, während das in der Leber gespeicherte Glykogen auch dem Gehirn für die nächtliche Tätigkeit zur Verfügung steht. Ein Überschuss an Glykogen wird in Fett umgewandelt. Das heißt also auch, dass selbst wenn sie gar kein Fett aufnehmen würden, sie dick und rund werden können, weil Kohlenhydrate vom Körper eben auch im Fett umgebaut werden können.
Kommen wir zurück zum Insulin. Eine erhöhte Insulinproduktion sagt dem Körper auch, die überschüssigen Kohlenhydrate in Fett umzuwandeln und die vorhandenen Fettreserven nicht zu verbrauchen. Dies macht es noch schwerer, an Gewicht zu verlieren.
Insofern ist es ganz wesentlich, darauf zu achten Kohlenhydrate eben doch nicht in Form von kurzfristig freisetzbaren Formen aufzunehmen, sondern lieber in langsam abgebauten lankgettigen Kohlenhydraten. ist, auch durch die Schnelligkeit der Nahrungsaufnahme diesen Prozess beeinflussen kann. Wer hastig eine Tüte Gummibärchen verschlingt, wird sich hinterher nicht über einen drastischen Anstieg des Zuckerspiegels wundern müssen. Insofern bietet die Veränderung der Essgewohnheiten, die insbesondere durch die Slow Food - Bewegung gefördert wird, auch die Chance für eine Verringerung des Risikos an Diabetes zu erkranken beziehungsweise eine Erleichterung des Lebens mit der Diabetes. Off-topic: die wörtliche Übersetzung als langsames Essen ist nicht wirklich zu verstehen, denn unter Slow Food wird wesentlich mehr verstanden als nur der Vorgang der Essensaufnahme. Wir sind aber kein Übersetzungsbüro, ein Dolmetscher mag sogar noch eine bessere Übersetzung finden als eben das “langsame Essen”.